Erfolgsmodell PET-Recycling: Deutschland setzt Maßstäbe in der Kreislaufwirtschaft
Die neue GVM-Studie zeigt eindrucksvoll: mit einem durchschnittlichen Anteil von 58 % recyceltem PET in deutschen Getränkeflaschen (im Jahr 2025) übertrifft die Branche die bestehende EU-Vorgabe von 25 % deutlich. Somit ist klar: PET-Getränkeflaschen sind ein Erfolgsmodell der Kreislaufwirtschaft und demonstrieren die Transformationskraft der deutschen Industrie.
Hohe Leistungsfähigkeit des deutschen PET-Kreislaufs
Laut der Studienergebnisse der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH im Auftrag des Forum PET spielen für die hohe Leistungsfähigkeit und den funktionierenden Stoffkreislauf zwei Faktoren eine entscheidende Rolle:
1) Das etablierte Pfandysystem der Deutschen Pfandsysteme GmbH schafft die Grundlage für eine getrennte Sammlung der Pfandflaschen durch die Verbraucherinnen und Verbraucher. In Deutschland wurden insgesamt 99% aller PET-Getränkeflaschen von der Wertstoffsammlung erfasst! Das System bewährt sich seit Jahren, genießt europaweit hohe Akzeptanz und ermöglicht das professionelle, hochwertige Recycling von PET-Flaschen.
2) Eine etablierte Recyclinginfrastruktur und die enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette - von Rohstoffherstellern, Flaschenproduzenten, Abfüllungsbetrieben, Handel und Recyclern - sorgen für ein funktionierende Kreislaufwirtschaft. Somit werden über 95 % des in Getränkeflaschen eingesetzten PETs zurückgewonnen. Ein großer Teil des Rezyklats wird erneut in der industriellen Produktion von Getränkeflaschen eingesetzt, womit das Material im geschlossenen Kreislauf verbleibt.
Dank kontinuierlicher Arbeit der Industrie konnte der rPET-Anteil in der Produktion von PET-Getränkeflaschen von 2013 bis 2025 um 34 %-Punkte auf das Niveau von 58 % erhöht werden. Die Recyclingquote ist in der Zeit um 4 %-Punkte auf 98 % angestiegen.
Optimierungen beim Materialeinsatz führen zu weiteren Rohstoffeinsparungen
Zudem hat die Industrie weitere Optimierungsmaßnahmen ergriffen. Parallel zum steigenden Rezyklateinsatz konnte der Materialverbrauch seit 2017 insgesamt um 25 % reduziert werden. Die Konsequenz: Einsparung von Rohstoffen durch Kurzgewinde und verringerte Wandstärken bei gleicher Qualität, Stabilität und geringerem Gewicht. Das sogenannte „Lightweighting“ erzeugt positive Auswirkungen auf CO2-Emissionen in Produktion und Transport. Weitere Informationen und die gesamte Studie finden Sie unter www.forum-pet.de.